Reich werden am Beispiel von Self-Made-Millionären
Ein Self-Made-Millionär ist, wie der Begriff bedeutet, ein selbst gemachter Millionär. Dieser Ausdruck stammt aus den USA und war speziell in den 50′er und 60′er Jahren der Inbegriff des absolut perfekten Aufstiegs vom so genannten Tellerwäscher zum Millionär. Aber auch hier in Deutschland ist dies immer noch der Traum, mit einer phantastischen neuen Idee auf einfache Art zum Millionär zu werden.
Speziell in den USA gibt es noch heute, und speziell in Los Angeles, eine ganze Reihe von kleinen Schauspielern, welche sich mit allen möglichen Hilfsjobs über Wasser halten. Allein in der Hoffnung, möglichst bald von einem Regisseur entdeckt zu werden und mit einem Film oder Drehbuch über Nacht zum erfolgreichen Star und Millionär zu werden.
Drei Self-Made Millionäre im Überblick
Arnold Schwarzenegger
Auch die Geschichte von Arnold Schwarzenegger passt in dieses Schema. Als Sohn einfacher Eltern 1947 geboren, besuchte er nach seinem Hauptschulabschluss eine Gewichtheberschule und entdeckte seine Liebe zum Bodybuilding. Er wurde Junioren-Staatsmeister im Gewichtheben, vier mal Mister Universum, einmal Mister World und sechs mal Mister Olympia.
Arnold Schwarzenegger wanderte 1968 in die USA aus, wo er sich bis Mitte 1970 ein stattliches Vermögen als Immobilienmakler erwirtschaftete.
Von 1973 an drückte er in mehreren Universitäten die Schulbank im Bereich Betriebswirtschaft. Er durfte als Einwanderer nicht ununterbrochen studieren und konnte daher erst 1979 seinen Abschluss als Bachelor of Arts an der Univerity of Wisconsin-Superior machen.
Seine Filmkarriere begann Schwarzenegger 1970 unter dem Pseudonym Arnold Strong in dem Film “Herkules in New York”. Seinen Durchbruch erlangte Arnold Schwarzenegger mit dem Film “Conan der Barbar” und dem Anschlussfilm “Conan der Zerstörer. Er drehte noch zahlreiche weitere Filme und wurde nicht nur in den USA zum Megastar.
1986 heiratete Arnold Schwarzenegger die Nichte von John F. Kennedy, Maria Shriver und betrat zum ersten Mal auch politischen Boden. 1990 wurde Schwarzenegger vom damaligen Präsidenten George Bush zum Vorsitzenden des nationalen Rates für Fitness und Sport befördert. Ende 2003 wurde Arnold Schwarzenegger zum Gouverneur des Staates Kalifornien gewählt. Ende November
2006 erreichte er seine Wiederwahl zur laut Gesetz letzten Amtszeit als Gouverneur.
Wie es mit Arnold Schwarzenegger weitergeht, kann man noch nicht genau vorhersagen. Eines ist sicher – auch wenn er noch so reich und erfolgreich ist – amerikanischer Präsident kann er nicht werden, weil er nicht in den USA geboren ist.
Johann Jakob Astor
Dieser Mann verkörpert geradezu den Begriff des Self-Made-Millionärs, obwohl er lange Zeit vorher gelebt hat.
Johann Jakob Astor wurde 1763 in der Nähe von Heidelberg geboren. Er entstammte sehr ärmlichen Verhältnissen. Bereits mit 16 Jahren zog er zu seinem älteren Bruder Georg Peter Astor nach London und ging dort in die Lehre, um das Handwerk der Musikinstrumentenherstellung zu erlernen.
Ende 1783 hatte er genug Geld für die Überfahrt in die USA zusammengespart, wo er Anfang 1784 New York erreichte. Johann Jakob Astor konnte seine Erfahrungen aus Londoner Zeit nutzen und baute in New York einen Musikalienhandel auf. Er importierte die Instrumente seines Bruders und schaffte es auf diese Weise, sich eine kleine Existenz aufzubauen. Doch dies reichte ihm noch nicht.
Zwei Jahre später, 1785, stieg er in den Pelzhandel ein. Da Johann Jakob Astor bereits aus den Anfängen seiner Existenz Erfahrungen des Importgeschäftes sammeln konnte, kaufte er in Montreal Pelze zu einem sehr günstigen Kurs auf, verschiffte diese über London nach New York, um die Pelze dort teuer zu verkaufen.
Schnell wurde er zum größten Pelzhändler in den Vereinigten Staaten.
Nachdem 1796 zwischen Großbritannien und den USA ein neues Pelzabkommen beschlossen wurde, stieß Johann Jakob Astor schnell in die Lücke. Er tauschte mit den Indianern Waffen gegen Pelze und beherrschte bald den gesamten Pelzmarkt.
Nach der Öffnung des Handels mit Asien stieg Astor selbst in den Handel mit China ein, wo er sich auch ein Imperium aufbauen konnte. Er gründete mehrere Gesellschaften in einigen Staaten der USA und erweiterte seine Unternehmen.
Da sich in den 1820′er Jahren die Mode änderte, zog sich Johann Jakob Astor aus dem Pelzgeschäft zurück und verdiente sich sein weiteres Vermögen durch Landspekulationen.
Bereits während seiner Zeit als Pelzhändler investierte Johann Jakob Astor sein Vermögen in Grundstücke in der Nähe von New York. Mit der Zeit waren diese Grundstücke ein Vielfaches von dem wert, was Astor dafür bezahlt hatte. Er verkaufte aber nicht die Grundstücke, sondern verpachtete diese nur, meistens für den Zeitraum von 21 Jahren. Nach dieser Zeit fiel das Grundstück inklusive des darauf gebauten Gebäudes an Astor zurück.
Johann Jakob Astor war einer der erfolgreichsten Kaufleute seiner Zeit. Als er starb, hinterließ er seiner Ehefrau und seinen sechs Kindern 20 Millionen Dollar in Bar, 2 Hotels, ein Theater, unzählige Immobilien und einen großen Berg Aktien.
Otto Ineichen
Die Erfolgsstory von Otto Ineichen, einem Schweizer Politiker und Unternehmer, spiegelt den Willen zum Erfolg wieder, auch wenn ihm plötzlich alles verloren ging.
Ineichen wurde 1941 in Sursee in der Schweiz als Sohn eines Metzgers geboren. Bereits früh lernte er, unternehmerisch zu denken. Ineichen besuchte erst das Wirtschaftsgymnasium in Freiburg, anschließend die Universität in St. Gallen. 1967 gründete Otto Ineichen gemeinsam mit seinem Bruder eine Fleischfirma, welche zehn Jahre später Konkurs anmelden musste. Dabei verlor Otto Ineichen auch seinen Reichtum bzw. sein gesamtes privates Kapital.
Nach einem Unwettereinbruch im Jahre 1978 wurden die Waren eines Einkaufszentrums stark beschädigt. Otto Ineichen erkannte die Chance für seinen Neubeginn, kaufte die gesamte Ware auf, und gründete damit “Otto’s Warenposten”. 1989 expandierte Otto Ineichen auch in der französichsprachigen Schweiz und besitzt mittlerweile 93 Läden.
Im Jahre 2001 übergab Otto Ineichen die Verkaufskette an seinen Sohn. Er selbst blieb jedoch Verwaltungsratspräsident. Zwei Jahre später wurde er als Kantonsabgeordneter in den Schweizer Nationalrat gewählt, 2007 erreichte er bei seiner Wiederwahl ein sensationelles Ergebnis.
Otto Ineichen engagiert sich mit den Verantwortlichen aus der Industrie in seinem Kanton sehr bei den Bemühungen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und bietet verschiedene Programme an. Auch das sollte zum Reich sein oder Reich werden gehören.
Gemeinsame Erfolgsformel
Die gemeinsame Erfolgsformel zum Reich werden lautet: sich niemals unterkriegen zu lassen, sein Ziel immer im Auge zu haben und seine Ideen konsequent zu verwirklichen. Hat man es in einem Bereich geschafft, so darf man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und muss weiter arbeiten, um den Reichtum zu steigern oder nicht zu verlieren.
Wie werde ich reich?
Man muss in erster Linie eine ausgefallene Idee haben und diese konsequent umsetzen können. Ein recht großes Investment gehört da immer dazu – sei es in Form von Zeit oder Geld oder sogar beidem.
Wie vor einigen Jahren, als ein junger Mann all seine Ersparnisse ausgab, um einen einzelnen Buchstaben als Patent anzumelden. Die Firma Daimler-Benz hatte auf solch eine Möglichkeit nicht geachtet, gab Millionen für die Entwicklung und Werbung der neuen E-Klasse aus, und musste dann feststellen, dass dieser junge Mann bereits das Patent auf diesen Buchstaben hatte. Da die Firmenleitung ihre Planung und Produktion nicht komplett ändern wollte, was einen enormen Kostenfaktor verursacht hätte, bot die Firma dem jungen Mann an, sein Patent für mehrere Millionen abzukaufen. Über die genaue Höhe schwiegen alle Beteiligten.
Ein anderer junger Mann verkaufte seine Homepage pixelweise als Werbefläche und wurde mit dieser innovativen Idee ebenfalls zum Millionär.
Es also kommt auf die Einzigartigkeit der Idee und den Willen zum Erfolg an.
In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Nachdenken, investieren und Reich werden!
Tags: Geld, Millionär, Reich werden